Dieses Bild aus 2015 von dem temporären Lavasee am Tolbachik Vulkan auf der ostrussischen Halbinsel Kamtschatka ist mein persönliches Vulkan-Lieblingsbild – und hängt demnächst auch über meinem Bett 🙂

Auf keinem meiner Fotos ist für mich die Hitze von bis zu 1200 Grad Celsius so deutlich spürbar. Ein ständiges Brodeln und Blubbern mit der langsamen abkühlenden blutrot glühenden Lava am Kraterrand.

Genauso sieht es im Inneren unseres Planeten aus, wir blicken hier also direkt in das Herz unsere Erde, einzigartig!

Das Foto sieht aber auch sehr gefährlich aus, daher beantworte ich an dieser Stelle ein paar Fragen rund um die Gefährlichkeit der Vulkanfotografie.

In diesem Fall stehen wir geschätzte 70 Meter von dem Lavasee entfernt. Mit Helm auf dem Kopf, Atemschutzmaske griffbereit, langer Kleidung sowie mit Rucksack auf dem Rücken. Sollte es nämlich plötzlich zu einem Auswurf von Lavabomben kommen, könnten wir uns auf den Boden kauern und den Rucksack als Schutz nutzen.

Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, beobachten wir den Vulkan vor unserer Annäherung über einen längeren Zeitraum. Stärke der Aktivität, Auswurfrichtung, sicherste Standorte bis hin zu einem möglichen Fluchtweg.

Technisch ist das direkte Fotografieren von Lava übrigens ein sehr herausforderndes Motiv. Es gilt den Mittelweg zu finden, dass sowohl die heiße Lava wie auch der dunkle Kraterrand noch Zeichnung aufweisen. Da hilft eigentlich nur, viele verschiedene Kombinationen von ISO, Belichtungszeit und Blende auszuprobieren – in diesem Fall haben ISO 800, 1/800s bei Blende 4 gut funktioniert.

Mehr zu den Gefahren, Heraus- und Anforderungen der Vulkanfotografie findet Ihr in meiner Serie über die extreme Naturfotografie.